Totentanz
Im 15. Jahrhundert hat der Totentanz von Frankreich ausgehend seinen Siegeszug angetreten und sich in kurzer Zeit in ganz Europa ausgebreitet: Ein berühmtes Beispiel der Frühzeit ist der Zyklus auf der Mauer des Kirchhofs von Saints Innocents in Paris, entstanden um 1425. Es folgten monumentale Werke in Dijon, Basel, Ulm, Berlin und Lübeck. Doch nicht nur in der Malerei ist der faszinierende Totentanz zu finden. (Quelle: Wikipedia)
Unter dem Motto „Alte Tradition in neuem Gewand“ liest die bekannte Schauspielerin Eva Schroer die 14 Totentanz-Sprüche nach Vorlagen von Angelus Silesius und Johannes Klöcking (Lübecker Totentanz). Angelehnt an das musikalische Schaffen des Komponisten Hugo Distler, der die Sprüche im Jahre 1934 vertonte, werden einzelne Szenen improvisatorisch von dem Organisten Michael Hanel am Klavier gedeutet. Die Lesung zeigt, dass der „Totentanz“ in seinen Ursprüngen auf die literarische Form der „Vado-Mori-Gedichte“ zurückgeht, in denen sich die verschiedenen mittelalterlichen Stände über ihre Sterblichkeit beklagen. In späteren Werken tauchen dann jene Dialoge zwischen den Ständevertretern und dem personifizierten Tod auf, die bei dieser Veranstaltung rezitiert und musikalisch in Szene gesetzt werden.
Eva Schroer, Rezitation
Michael Hanel, Orgel- oder Klavierimprovisation
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"Michael Hanel zeigte sich als findiger Pianist in der hohen Kunst der lyrischen Begleitung und Improvisation"
(AA, 2003) -
"Organist Michael Hanel gelang es, dem Instrument alle möglichen Klangfarben zu entlocken. Von lieblich über feierlich getragen bis hin zu voluminös imposant reizte er die Register der Orgel sehr gekonnt aus. So mancher Konzertbesucher spitzte die Ohren, welche Klangvielfalt mit diesem Instrument möglich ist"
(Allgäuer Zeitung, 2006) - "Der Vortrag der bekannten Schauspielerin Eva Schroer wurde überhöht durch die eindrucksvollen Klavierimprovisationen von Michael Hanel"
(AZ, 2006)